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Trucki RC-Fan


Anmeldedatum: 23.12.2002 Beiträge: 176
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Verfasst am: 05.01.2003, 20:32 Titel: Wie funktioniert der Sender/Empfänger? |
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So!
Wenn ich das ganze richtig verstanden habe arbeitet die Fernsteuerung und der Empfänger der Bitchars super einfach!
Das ist jeweils nur ein Encoder und ein Decoder IC, wobei der Decoder IC noch einen Step-Up Wander build in hat, mait er auch mit 1,2 V funktioniert.
Die jeweiligen sender befehle werden also nur seriell codiert, ubertragen und wieder decodiert.
Doch wie funktioniert der HF Teil?
Hier verlässst mich mein Basiswissen. Aber ich mußte festellen, das sogar echte Amateurfunker gar nicht mehr wissen, wie man einen einfachen 27Mhz Empfänger aufbaut ohne Japanische IC zu verwenden.
Den Senderschaltplan kennen wir ja zu genüge. Der HF Teil wird einfach "eingeschaltet" sobald der Encoder IC etwas ausspuckt. Sobald der HF Teil Signale bekommt, Schwinkt der Quarz mit Spulen, etc ....
Wie funktioniert ein passender Empfänger dazu?
Soweit ich mich an die Schule erinnern kann geht das alles mit passiven Bauteilen wie Spulen Kondensatoren ... aber wie genau?
Wie berrechnet man den Mist?
Wenn man jetzt den 27,000Mhz Quarz im Empfänger gegen einen z.B. 27,245 tauscht und am Empfänger Spulen, etc neu berrechnet könnte man vielleicht (wenn die Streuung nicht zu hoch ist) mehrere Autos auf 27Mhz steuern .....
Blos wie berrechnet man den ganzen mist und wie schaut eigentlich eine solche Empfängerschaltung genau aus ????
Danke schon mal ...
Ich hoffe jemand kennt die Antwort !
Cu Trucki
Eine Quelle:
http://members.aol.com/rchelicam/microszr/microszr.htm
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Anonymer User Gast
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Verfasst am: 06.01.2003, 00:08 Titel: Re: Wie funktioniert der Sender/Empfänger? |
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Was den Sender anbelangt, liegst du schon goldrichtig. Es handelt sich um einen einfachen Oszillator mit einem Transistor. Da diese nicht sehr stabil sind, hat man wohl noch einen Quarz und einen Nachverstärker spendiert. Hierzu gibt es im Forum genug Material.
Beim Empfänger sieht das anders aus. Ich habe mir das ganze mal ein wenig genauer angesehen. Es scheint sich um einen "Super regenerativen Detektor Empfänger" zu handeln. Dies ist eine der primitivsten und leistungsstärksten Empfangsschaltungen, aber gleichzeitig auch eine der schwierigsten, wenn es um einen gezielten Empfang geht. Grob gesagt wird einfach ein Empfangsschwingkreis halbwegs abgestimmt. Dieser wird mit einem Empfangsverstärker betrieben, der periodisch hoch und runter gefahren wird. Der Verstärker besitzt eine Rückkoppelschleife, die sog. Regenerationsspule. Damit wird ein Teil des Ausgangssignals wieder in den Verstärker eingekoppelt. Beim hochfahren des Verstärkers spielt sich dann etwas seltsames ab, was dem Empfänger seine gute Empfangsleistung verleiht.
Denn ganz kurz bevor der Verstärker durch das steigende Ausgangssignal (und damit auch die phasenrichtige Rückkopplung) fast anfängt zu schwingen "lockt" sich der Kreis auf den nächstbesten Sender ein und verstärkt dessen Eingangssignal immens. Nach der Demodulation und Filterung von Störgrössen kann man nun mit dem Signal arbeiten.
Dieses "Locken" kann man häufig beobachten, wenn mehrere Bits nebeneinander fahren. Ein Bit lockt sich auf die Oszillatorfrequenz des anderen ein, der zufällig gerade dominant war und fähr so auf einer ganz anderen Frequenz. Entfernt sich der andere Bit, so entfernt sich auch dessen LO (lokaler Oszillator) und der Empfänger geht wieder auf seine ursprüngliche Frequenz.
Mit diesem Hintergrundwissen kann man bestimmt bei Rennen noch was rausholen. Einfach knapp neben einen anderen Bit fahren und einmal schön falsch lenken. Das klappt aber nur mit viel Glück (man kann ja auch selbst die Kontrolle abgeben, Chance ca 50/50) und gutem Timing, damit man nicht selbst in die Bande rauscht...
Leider haben die Empfänger einige unangenehme Eigenschaften.
1. Sie schiessen sich auf den gerade stärksten Sender in einem relativ grossen Frequenzfeld ein. Das erklärt auch, warum 27Mhz Bits auch mit 35Mhz steuerbar sind (auf 10-20cm).
2. Kann man aus verschiedenen Gründen ihre Empfindlichkeit nicht mit einem Vorverstärker verbessern (Die Rückkopplung ist quasi ein "rekursiver" Vorverstärker).
3. Ist es kaum möglich, die Trennschärfe zu verbessern ohne umfangreiche Änderungen an der Schaltung vorzunehmen.
Also bleibt eigentlich nur eine Eigenkonstrtuktion....
So far, rad*
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Anonymer User Gast
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Verfasst am: 06.01.2003, 00:10 Titel: Re: Wie funktioniert der Sender/Empfänger? |
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PS: Die Frage habe ich natürlich in dem ganzen Sermon nicht beantwortet: Nein. Aufgrund der merkwürdigen Eigenschaften des Empfängers lassen sich keine benachbarten Kanäle in demselben Frequenzband benutzen.
rad*
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Trucki RC-Fan


Anmeldedatum: 23.12.2002 Beiträge: 176
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Verfasst am: 06.01.2003, 10:00 Titel: Re: Wie funktioniert der Sender/Empfänger? |
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hmmm ok, verstanden .... Danke!
Hast Du einen Schaltplan für einen "Super regenerativen Detektor Empfänger" ?
Weist Du wie die Dinger berechnet werden?
So wie ich das verstanden habe besteht der Empfänger nur aus einfachen Bauteilen und "lockt" sich auf die stärkste Frequenz in seinem Frequenzband ein.
Wie wird das Frequenzband festgelegt? Das ist doch nur ein einfacher Schwingkreis, oder ?
Kann ich dann einen 27Mhz Empfänger auf 40Mhz umrüsten ?
Danke
Cu Trucki
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Anonymer User Gast
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Verfasst am: 07.01.2003, 01:06 Titel: Re: Wie funktioniert der Sender/Empfänger? |
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Ganz so einfach ist es leider nicht. Der eigentliche Empfänger besteht nur aus 6 Bauteilen, allerdings müsste es noch einen (im IC integrierten) Rampengenerator geben. Grob wird die Frequenz tatsächlich mit einem einfachen Schwingkreis festgelegt. Das erklärt natürlich, warum nahezu jedes Metallteil den Empfänger dejustiert.
Ein Umbau auf eine ganz andere Frequenz ist aber nicht so einfach möglich, da auch der (sehr empfindliche) regenerationskreis angepasst werden muss. Das heisst: Spule umwickeln.
Ich werd's nicht tun
rad*
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