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Heliflo
Anmeldedatum: 12.05.2006 Beiträge: 15
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Verfasst am: 12.05.2006, 09:54 Titel: Technikfragen G47 |
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Hallo,
nach längerer Abstinenz und einer Vergangenheit mit Hirobo Shuttle und Piccolo Pro,
bin ich nun tatsächlich über Umwege von ein paar Bits, DigiQs und Silverlit-Fliegern
wieder zu einem neuen Heli, einem G47 V6 von Graupner, gekommen.
Natürlich auch nach langem studieren dieses tollen Forums hier.
Der Heli hat mich wirklich begeistert.
Endlich ein kleiner extrem gutmütiger Hubschrauber,
der auf engstem Raum vom Sofa aus gesteuert werden kann.
Gegen den flippigen Piccolo-Pro wirklich eine Genugtuung.
Technisch habe ich den Heli aber noch nicht ganz kapiert,
vielleicht kann mir der ein oder andere von euch da weiterhelfen.
1. Warum ist denn z.B.: die Taumelscheibe um 45° gedreht? Wird
da im "4in1" was gemischt? oder ist das eine Eigenschaft der Koax-Helis, dass das so sein muß?
2. Die Nickfunktion an meinem Heli musste ich von anfang an stark zurückstellen,
um den Heli zu trimmen. Schließlich sogar durch kürzen des Servogestänges (Kugelkopf aufschrauben).
Nun schwebt der Heli zwar einwandfrei, allerdings steht die Taumelscheibe nun auch in der
"Nullstellung" schon etwas schief. Sollte ja eigentlich nicht sein.
Ist das normal? Gewichtstechnisch kann man da ja nicht viel machen.
3. Was hat es mit der Gain-Regelung auf sich?
Wird die Kreiselempfindlichkeit sein, oder? Sollte man da was verstellen oder eher lassen?
4. Wie wirkt es sich aus, wenn ich die Koppelstange des Stabilisators zum oberen Rotor kürze
oder verlängere?
5. Wie viele Ladezyklen hält der Akku? Wo gibts günstigen Ersatz?
Wäre über ein paar Ratschläge wirklich dankbar.
Beste Grüße
Flo
P.S.: Die Gebrauchsanleitung im Bezug auf Einstellungsangelegenheiten finde ich echt schlecht.
Da hätte man schon etwas ausführlicher werden können. |
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IKU
Anmeldedatum: 09.05.2006 Beiträge: 3
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Verfasst am: 12.05.2006, 12:18 Titel: Re: Technikfragen G47 |
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zu 1): In der 4in1 wird offensichtlich nichts gemischt. Kann man beobachten: Wenn der Nickknüppel bewegt wird, bewegt sich nur das eine Servo, beim Rollknüppel das andere. Warum die Anlenkung diagonal steht - keine Ahnung.
zu 2). Am Nickservo musste ich nichts verstellen. Kann aber in der Fertigung streuen. Meines Erachtens sind die Dinger nicht "eingeflogen".
zu 3): Den Gain-Poti haben nicht alle 4in1, weshalb die Anleitung scheinbar nicht auf dem neusten Stand ist. Hab bei Graupner angerufen. Die haben mir gesagt, dass damit die Gyro-Empfindlichkeit einstellbar ist und serienmäßig der Poti am rechten Anschlag stehen soll. Bei mir stand er in der Mitte. Als ich ihn ganz nach rechts gedreht hab, flog der Heli um die Hochachse etwas stabiler. Probiers einfach aus.
zu 4): Hab die Koppelstange schon in alle Richtungen verstellt, ohne wesentlichen Einfluss auf das Flugverhalten.
zu 5): Hab 2 Standard-Akkus bisher etwa 10mal geladen, ohne Probleme - am Balancer-Anschluß sind fast gleiche Spannungen der beiden Zellen messbar. Am Ende des Flugs geht die Leistung schnell runter. Danach läd mein Profilader 750 mAh rein (800 Nennkapazität). Werden also ziemlich leergefahren, aber offenbar noch nicht tiefentladen. Hier wird auch von kurzer Lebensdauer berichtet. Vielleicht hat die ältere Version der 4in1 tiefer entladen. Lieber zu früh nachladen als zu spät.
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Heliflo
Anmeldedatum: 12.05.2006 Beiträge: 15
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Verfasst am: 12.05.2006, 12:59 Titel: Re: Technikfragen G47 |
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Das mit dem Akku ist recht interessant.
Ich habe auch das Gefühl, dass sich die Ladezeit überproportional
verlängert, je leerer ich ihn fliege.
Also, wenn er schwächelt lieber gleich landen und nachladen?
Gruß |
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IKU
Anmeldedatum: 09.05.2006 Beiträge: 3
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Verfasst am: 12.05.2006, 16:26 Titel: Re: Technikfragen G47 |
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Quote: Also, wenn er schwächelt lieber gleich landen und nachladen?
Bekanntlich handelt es sich um Lipo-Akkus. Zu diesen Akkutypen lässt sich hier, in anderen RC-Foren und der Anleitung des Herstellers viel lesen. Die Dinger reagieren "tödlich" beleidigt auf Tiefentladung oder Überladung. Es sollte nie eine Spannung von 2,5 Volt je Zelle (bei Last!!!) unterschritten werden (manche nenne auch höhere Werte). Also kein Risiko eingehen.
Außerdem kann auch bei Messung ausreichender Spannung am Akkuanschluss die Spannung an einer Zelle unterschritten sein, wenn die Zellen keinen genau synchronen Zustand haben und völlig leergeflogen wurden. Deshalb von Zeit zu Zeit am Balancer-Anschluß nachmessen, ob beide Zellen noch die gleiche Spannung haben.
Auszug aus Hinweisen von Kokam:
Grundsätzlich dürfen in Reihe geschaltete LiPo-Akkus im Pack gemeinsam nur geladen werden, wenn die Spannung der einzelnen Zellen nicht mehr als 0,1V abweicht. Sollte die Abweichung der Spannung der einzelnen Zellen mehr als 0,1V aufweisen, so muss die Zellenspannung durch Einzelzellenladung oder Einzelzellenentladung möglichst genau angeglichen werden. Unter diesen Vorraussetzungen
können Kokam-LiPo-Akkus mit max. 1C Ladestrom geladen werden. Eine Spannung von über 4,25V pro Zelle muss auf jeden Fall vermieden werden, da die Zelle sonst dauerhaft beschädigt wird und Feuer verursachen kann. Um eine Überladung von einzelnen Zellen im Pack zu vermeiden, sollte für eine höhere Lebensdauer die Abschaltspannung zwischen 4,1V – 4,15V pro Zelle eingestellt werden. Nach jedem
Ladevorgang ist zu prüfen, ob eine der Zellen im Pack eine Spannung von über 4,2V aufweist. Alle Zellen müssen die gleiche Spannung aufweisen.
Sollte die Spannung der einzelnen Zellen mehr als 0,1V abweichen, so muss die Zellenspannung durch Einzelzellenladung oder Einzelzellenentladung angeglichen werden. Um ein Überladen der Zellen nach längerem Gebrauch in Packs zu vermeiden, sollten diese regelmäßig
einzeln geladen werden.
Eine Entladung von unter 2,5V pro Zelle schädigt die Zellen dauerhaft und ist daher unbedingt zu vermeiden. Deshalb müssen Sie den Motor abstellen, sobald Sie einen starken Leistungsabfall bemerken. Sollten die einzelnen Zellen verschieden voll geladen sein, käme die Unterspannungsabschaltung des Reglers eventuell zu spät, so dass einzelne Zellen zu sehr entladen werden könnten. |
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Heliflo
Anmeldedatum: 12.05.2006 Beiträge: 15
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Verfasst am: 12.05.2006, 22:26 Titel: Re: Technikfragen G47 |
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Danke schon mal für deine Antwort.
Werde die Lipos schonen.
Die werden scheinbar wirklich besser aufgeladen, wenn man etwas
früher den Hebel runterdrückt.
Die Taumelscheiben Servos scheinen tatsächlich nicht gemischt zu werden.
Bleibt wirklich die Frage, warum diese dann verdreht sitzt.
Beste Grüße |
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techno_magier RC-Enthusiast


Anmeldedatum: 20.01.2005 Beiträge: 2235
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jogiheli RC-Fan

Anmeldedatum: 22.01.2005 Beiträge: 192
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Verfasst am: 12.05.2006, 23:39 Titel: Re: Technikfragen G47 |
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Hi.
Ich beantworte auch mal deine Fragen als Ergänzung zu schon gesagten.
Quote: 1. Warum ist denn z.B.: die Taumelscheibe um 45° gedreht? Wird
da im "4in1" was gemischt? oder ist das eine Eigenschaft der Koax-Helis, dass das so sein muß?
Ohne auf die Theorie der Drehlinge einzugehen, hat es etwas mit Phasenverschiebung zu tun. Wenn man die TS z.B. exakt nach vorn kippte, würde der Heli neben der Nickbewegung gleichzeitig rollen. Die Wirkung kommt also später (phasenverschoben) an.
Der Stabilisator reagiert in seiner Regelung genauso phasenverschoben. Ich behaupte mal, dass der große Erfolg der Konstruktion auch auf die Berücksichtigung dieser Schrägstellung beruht.
Der einzige Mixer ist der für das Gier.
Quote: 2. Die Nickfunktion an meinem Heli musste ich von anfang an stark zurückstellen.
Wenn der Schwerpunkt stimmt, sollte die TS einigermaßen waagerecht stehen und die Trimmung stimmen. Dem Schwepunkt stellt man durch Verschieben des Akkus ein (bessere Akkubefestigung erforderlich!).
Quote: 3. Was hat es mit der Gain-Regelung auf sich?
Wird die Kreiselempfindlichkeit sein, oder? Sollte man da was verstellen oder eher lassen?
Das kann man nach Geschmack einstellen. Wenn du voll auf Minus drehst, ist der Heli sehr agil im Drehen. Man stellt in Richtung Plus solange, bis ein "Schwänzeln" des Hecks zu bemerken ist und dann wieder ein Stück zurück. Aber beachten, dass jedesmal der Akku ab- und wieder angesteckt werden muss.
Der andere Einsteller (Proportional) dient der Mittelstellung der Giertrimmung. Der heißt "Proportional" weil (warscheinlich) die Drehzahl der Rotoren über den Pitchweg nichtlinear ist. Das hat physik. Gründe. Oder anders gesagt, würde der Heli beim Gasgeben leicht wegdrehen (ähnlich wie ein Heckheli ohne DMA), weil die Strömungsverhältnisse vom oberen zum unteren Rotor unterschiedlich sind.
Quote: 4. Wie wirkt es sich aus, wenn ich die Koppelstange des Stabilisators zum oberen Rotor kürze
oder verlängere?
Wenn du outdoor fliegen willst, ist ein leichteres Gewicht von Vorteil, muss aber nicht sein. Ich fliege derzeit einfach ohne Messingeinsätze. Extremmanöver enden mit Absturz, weil die Stabistange auf die mech. Begrenzung aufläuft. Vergrößert man sie, kommt es zur Blattkollision. Da hilft nur das Tuningteil "verlängerte Rotorwelle". Fazit: es ist nachwievor wenig outdoortauglich.
Quote: 5. Wie viele Ladezyklen hält der Akku? Wo gibts günstigen Ersatz?
Nach ca. 60 wird er müde, geht aber noch. Man bekommt ihn natürlich online; wo - das ändert sich schnell. Ich würde als Ersatz einen besseren Akku beschaffen (siehe Forum). Dazu ist auch eine andere akkuhalterung erforderlich.
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Heliflo
Anmeldedatum: 12.05.2006 Beiträge: 15
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Verfasst am: 13.05.2006, 00:33 Titel: Re: Technikfragen G47 |
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Besten Dank für eure Einschätzungen.
Ja das mit den fehlenden Hillerpaddle und Phasenverschiebung leuchtet ein.
Irgendwas in der Richtung war mir schon klar, aber sicher war ich mir nicht.
Zu 2. tatsächlich stimmt der Schwerpunkt bei meinem Heli nicht.
Obwohl der Akku ja in einem exakten Halter sitzt.
Ich müsste den Akku schon sehr weit nach hinten setzen um das Ungleichgewicht zu beseitigen.
Mal sehen, vielleicht find ich was dazu im Forum.
Gruß Flo |
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jogiheli RC-Fan

Anmeldedatum: 22.01.2005 Beiträge: 192
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Heliflo
Anmeldedatum: 12.05.2006 Beiträge: 15
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Verfasst am: 13.05.2006, 15:06 Titel: Re: Technikfragen G47 |
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Das schaut gut aus.
Wie ich sehe, hast du auch Löcher in die Kabine gemacht, um
die Regler von außen verstellen zu können.
Werd ich bei mir auch noch machen.
Gruß |
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